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Die Netzschau durch deutsche Pressegespräche

Interviews, die Sie noch lesen sollten. In KW 38 gefunden im Stern (das erste zum Mithoffen, das zweite zum Maß trinken), in der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (zum Abbremsen), in der Neuen Osnabrücker Zeitung (zum Ärgern) und in der Münsterschen Zeitung (zum Entspannen)

Wer spricht mit wem? Müller-Dofel hat den Durchblick. (Foto: MMD)

Wer spricht mit wem? Müller-Dofel hat den Durchblick. (Foto: MMD)

 

„Auf meinem Rechner fand man 50.000 Bilder. Kinderpornographie.“

Ingrid Eißele und Dominik Stawski vom Stern interviewten ein seit 30 Jahren verheiratetes Elternpaar, das zusammen bleiben will, obwohl der Ehemann zigtausende Dateien mit kinderpornographischem Inhalt gesammelt hat und zwei Mal dafür verurteilt wurde. Warum lesen? Weil die Interviewer auf Anklagen verzichten und dadurch den Lesern seltene Einblicke in die Motive des Täters, in die Qualen seiner Frau, in die Rolle der eigenen Kinder und in die Hoffnung auf einen Neuanfang verschaffen. (Zum Mithoffen)

 

„Viele Motoradfahrer werden Holmes’ Strecke nachfahren, um zu beweisen: Ich habe es geschafft.“

Emely Spanel von der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (HNA) ließ den Verkehrspsychologen Karl-Friedrich Voss ein YouTube-Video einordnen, das die tödliche Motorradfahrt des Engländers David Holmes zeigt. Warum lesen? Weil das Schockvideo zwar schon von mehr als fünf Millionen Nutzern angeklickt wurde, aber Voss erklärt, wie Motorradfahrer tödlicher Raserei wirksamer vorbeugen sollten. (Zum Abbremsen)

 

„Die sind extrem in ihren gewucherten Strukturen verstrickt.“      

Die Neue Osnabrücker Zeitung veröffentlichte ein  Interview mit der Schauspielerin Corinna Harfouch, in dem es – zunächst – um ihre Rolle in einem neuen ARD-Film, vergessene DDR-Produktionen und ihre Karriere nach dem Mauerfall geht. Warum lesen? Vor allem, weil Harfouch hart mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ins Gericht geht, wo sich offensichtlich eine monströse Bürokratie entwickelt hat. (Zum Ärgern)

 

„Wir leben in einer Zeit, in der Leute nur vortäuschen, Rockstars zu sein.“

Olaf Neumann von der Münsterschen Zeitung sprach mit Bluesgitarrist Joe Bonamassa darüber, warum er seine Gitarren nach Farben aussucht, Klangtüftelei ablehnt und nicht wie Blues-Legende John Mayall altern will. Warum lesen? Weil das  Interview zeigt, dass Bonamassas Reflektionsfähigkeit höher ist als bei manch anderem Star und er damit auch Leser interessieren kann, die sich mit Blues weniger auskennen (Zum Entspannen)

 

„Schwule geben am meisten Trinkgeld.“

Felix Hutt vom Stern sprach mit Georg Heide, der auf dem Münchner Oktoberfest das Bräurosl-Zelt betreibt. Ein  Interview über steigende Kosten, lohnende Margen, starke Bedienungen und schöne Trinkgelder. Warum lesen? Weil der Text faktenreich und unterhaltsam über das größte Volksfest der Welt informiert. (Zum Maß trinken)

 

Links zu guten Interviews bitte an mueller-dofel@abzv.de oder unten ins Kommentarfeld. Danke! 

Mario Müller-Dofel ist beim Bildungswerk der Zeitungen verantwortlich für das Serviceportal “Gesprächsführung”.

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