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Die Netzschau durch deutsche Pressegespräche

Interviews, die Sie noch lesen sollten. In Kalenderwoche 35 gefunden im Stern (zum Totlachen), in der Rheinischen Post (zum Wütendwerden), in der Syker Kreiszeitung (zum Nachdenken), im ZEIT-Magazin (zum Verlieben) und in der Süddeutschen Zeitung (zum Leidtun)

Müller-Dofels "Best of Interviews"

Wer spricht mit wem? Müller-Dofel hat den Durchblick. (Foto: MMD)

 

„Mein Gebisch! Mein Gebisch!“

Nicolas Büchse und Dominik Stawski vom Stern besuchten Axel Ott, der seit 44 Jahren als Bademeister arbeitet, am Berliner Wannsee. Ein Gespräch über Altfleisch im FKK, Urin im Wasser, Sex im selben und den alltäglichen Wahnsinn bei Rettungseinsätzen. Warum lesen? Weil wir hier eine Menge darüber lernen, was Badespaß in Deutschland und den Beruf Bademeister ausmacht. Zum Totlachen

 

„Der Verkauf auf den Straßenmärkten erfolgt überwiegend an Deutsche.“

Thomas Reisener von der Rheinischen Post hat Jakub Frydrych, oberster Drogen-Polizist Tschechiens, interviewt. Ein Gespräch über die Rolle seines Landes beim Handel mit der Höllendroge Crystal Meth, die Margen beim Verkauf und die wahren Hintermänner. Warum lesen? Weil Crystal Meth in Deutschland zu einem echten Problem mutiert und man gar nicht genug darüber sprechen kann. Zum Wütendwerden

 

„Ob sich Obama oder Merkel an dieser Aktion beteiligen, ist mir gleichgültig.“

Kurt Henschel von der Syker Kreiszeitung interviewte den ALS-kranken Werner Schmitz aus Bruchhausen-Vilsen. Ein Gespräch über den Sinn und Unsinn der „Ice Bucket Challenge“ zugunsten der ALS-Forschung und Schmitz‘ Wunschkandidaten, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Warum lesen? Weil hier die Sicht eines Menschen geschildert wird, der eigentlich von den Eisduschen profitieren sollte. Zum Nachdenken

 

„Ich habe zuerst gespürt: So will ich nicht leben, das ist gegen meine Würde.“

Anna Kemper vom ZEIT-Magazin interviewte die fast 80-jährige Künstlerin Mary Baumeister in Rösrath. Eine Bilanz über Liebe und Leiden in ihrer „Ehe zu dritt“ mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen und dessen Frau Doris, über das „Muster“ aus Stockhausens Kindheit und über ihre Freude aufs Sterben. Warum lesen? Weil hier steht, wie Dreiecksbeziehungen ohne Lügen funktionieren können und Mary Baumeister die Liebe rührend beschreibt. Zum Verlieben

 

„Viele aus der Medienbranche halten mich für komplett bescheuert.“

Felix Reek von der Süddeutschen Zeitung nahm sich die Fast-Bachelorette Susanne Schöne zur Brust. Ein Gespräch über das Fast, andere Schöne, die Akquisemaschen von RTL und das Problem einer ehrgeizigen Frau, nur die falschen Leute beim Fernsehen zu kennen. Warum lesen? Weil die ehemalige Miss Sachsen kein Blatt vor den Mund nimmt und stattdessen bemerkenswert offen ihre Karrierestrategie schildert. Zum Leidtun

 

Links zu guten Interviews bitte an mueller-dofel@abzv.de oder unten ins Kommentarfeld. Danke! 

  Mario Müller-Dofel ist beim Bildungswerk der Zeitungen verantwortlich für das Serviceportal “Gesprächsführung”.

 

Eine Reaktion auf “Müller-Dofels „Best of Interviews“ (KW 35)”

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