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Die Netzschau durch deutsche Pressegespräche

Interviews, die Sie noch lesen sollten. In KW 06 gefunden auf swp.de mit einem unbelehrbaren Knasti, auf faz.net mit dem illiberalen Orban, auf abendzeitung-muenchen.de mit Bagida-Kennerin Heigl, auf zeit.de mit dem schlagfertigen Yanis, auf spiegel.de mit Todesstrafe-Umfrager Streng und auf wiwo.de mit Depri-Forscher Hagemann.

Wir freuen uns über Hinweise auf gute Interviews insbesondere in Lokalzeitungen!

Wer spricht mit wem? Müller-Dofel hat den Durchblick (Foto: MMD)

Wer spricht mit wem? Müller-Dofel hat den Durchblick (Foto: MMD)

 

„In Zielen sehe ich persönlich keinen Sinn.“

Linda Bürkle, Charlotte Wagner und Jonathan Müller vom Haller Tagblatt interviewten einen 22-Jährigen, der wegen Raub und Körperverletzung seit mehr als sechs Jahren im Knast sitzt und nichts bereut. Bald kommt er raus, sieht keine Lehren und hat keine Wünsche. Warum lesen? Weil hier die Lethargie bewegt.

 

„Ich denke, ich bin ein Wortführer von nicht-liberalen Menschen.“

Stephan Löwenstein von der FAZ interviewte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban über subtile Merkel-Sprüche, Verständnis für Putin, ungarische Illiberalität und Orbans Abneigung gegen Multi-Kulti. Warum lesen? Weil Orban auf einem schmalen Grat unterwegs ist und trotz starker Fragen sein Gleichgewicht hält.

 

„Islamfeindlichkeit steht in keiner Beziehung zum Bildungsniveau.“

Natalie Kettinger von der Münchner Abendzeitung sprach mit der Soziologin Miriam Heigl über „Bagida“, den Münchner Pegida-Klon. Es ging um die Hauptakteure der Gruppierung, Islamfeindlichkeit im Bürgertum, neue Gewalt und getarnte Rechtsgesinnte. Warum lesen? Weil es interessant ist, was in der bayerischen Landeshauptstadt außer High Society sonst noch läuft.

 

„Wir sollten uns den Problemen mit dem Blick eines Insolvenzverwalters nähern.“

Marcus Gatzke und Mark Schieritz von der Zeit sprachen mit Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis über Moral in der Krise, entlassene Putzfrauen, provokante Thesen und hegemonische Deutsche. Warum lesen? Weil der Mann erfrischend trocken Bedenkenswertes von sich gibt.

 

„Die Forschung zeigt, dass harte Strafen wenig geeignet sind, Verbrehen zu verhindern.“

Guido Kleinhubbert vom Spiegel befragte den Kriminologen Franz Streng über erstaunliche Ergebnisse seiner Umfrage unter Jurastudenten zur Todesstrafe. Es ging um den Einfluss der Medien, unangebrachte Emotionen, mangelnde Empathie und Angsthasen im Hörsaal. Warum lesen? Weil manche Richter von morgen falsch gepolt zu sein scheinen.

 

„Viele trauen sich nicht, sich krankschreiben zu lassen.“

Lin Freitag von der Wirtschaftswoche hat den Arbeitspsychologen Tim Hagemann interviewt. Es ging um Deutschlands Depri-Hauptstadt Hamburg, Geschlechterunterschiede, niedrige Bezahlung, Topmanager und E-Mail-Wahnsinn. Warum lesen? Weil dieses Thema jeden angeht.

Mario Müller-Dofel ist beim Bildungswerk der Zeitungen verantwortlich für das Serviceportal “Gesprächsführung”.

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