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Die Netzschau durch deutsche Pressegespräche

Interviews, die Sie noch lesen sollten. In KW 03 gefunden auf faz.net mit Google-Freund Thrun, auf taz.de mit der belogenen „Lily“, auf berliner-zeitung.de mit Berlin-Fan Richter, auf zeit.de mit Affenfilmer Wortmann und auf handelsblatt.com mit Bildanalyst Klemm

Wir freuen uns über Hinweise auf gute Interviews insbesondere in Lokalzeitungen!

Wer spricht mit wem? Müller-Dofel hat den Durchblick (Foto: MMD)

Wer spricht mit wem? Müller-Dofel hat den Durchblick (Foto: MMD)

 

„Mit dieser Universität werden wir Geschichte schreiben.“

Inge Kloepfer von der FAZ interviewte Sebastian Thrun, einflussreicher Ex-Google-Entwickler und ehemaliger Stanford-Professor (für künstliche Intelligenz), über Bildung der Zukunft. Es ging um seine Online-Universität und klassische Unis, Investitionen von Google, Facebook und Co, veränderte Regel- und Wertesysteme sowie die „Demokratisierung des Wissens“. Warum lesen? Weil das Silicon Valley nicht nur die Daten der Welt kontrollieren, sondern auch die Datenlieferanten entscheidend prägen will. Was wirklich dahinter steckt? Dieser Frage ging die Interviewerin leider nicht auf den Grund.

 

„Alles war Taktik. Sie lautete: Spiegele die Person.“

Martin Kauf von der taz sprach mit der anonymen „Lily“ (36), einer britischen Umweltaktivistin, die jahrelang unwissentlich mit einem Undercover-Ermittler der britischen Polizei liiert war. Es ging um Lügen, Vertrauensverlust, Menschen als Werkzeug, skrupellose Behörden und ihre Klage wegen Verstoßes gegen die Menschenrechte. Warum lesen? Weil Stasi-Methoden gang und gäbe sind.

 

„Da wird teilweise Lächerlichkeit produziert.“

Abini Zöllner von der Berliner Zeitung interviewte Schauspieler Ilja Richter über das irritierende Berlin, hauptstädtische Provinzialität, kleinbürgerliche Großbauten und kalten Antihistorismus. Warum lesen? Weil der „gutgelaunteste Unterschätzte“ tief auf Berlin blicken lässt.

 

„Der größte Druck kommt von den Eltern.“

Martin Schwickert von der Zeit sprach mit Regisseur Sönke Wortmann anlässlich dessen neuen Films „Frau Müller muss weg“. Es ging um Gruppendynamik bei Schulelternabenden, gesellschaftlichen Druck auf Kinder, irrationale Ängste und Ost-West-Konflikte. Warum lesen? Weil Wortmann zeigt, wie sich Eltern heute „zum Affen“ machen.

 

„Ich sehe das Bild als Höhepunkt ihrer Feminisierung.“

Laura Waßermann vom Handelsblatt interviewte Medienwissenschaftler Michael Klemm über ein Foto von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Frankreichs Präsident Francois Hollande. Es ging um inszenierte Gefühle und muttihafte Auftritte. Warum lesen? Weil das Gespräch daran erinnert, dass Bilder für Medien immer gestellt sind.

 

Mario Müller-Dofel ist beim Bildungswerk der Zeitungen verantwortlich für das Serviceportal “Gesprächsführung”.

 

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